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Die Saison ist vorbei

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Unglückliche Niederlage trotz starker Leistung

10. April 2017 | Von | Kategorie: Spielberichte Jugend

Unsere weibliche B-Jugend empfing am vergangenen Sonntag den bereits feststehenden Vize-Bezirksmeister HC Glauchau/Meerane. Obwohl man eine tolle Leistung aufs Parkett zauberte und lange Zeit auf Augenhöhe mit dem Favoriten agierte, mussten sich die Thalheimerinnen schlussendlich doch – sicherlich um ein paar Toren zu viel – mit 13:20 geschlagen geben. Schade, dass man sich für die über weite Strecken starke Leistung nicht belohnen konnte. Schade auch, dass allen Beteiligten von diesem Spiel neben eben jener tollen Leistung noch lange die "ungewöhnlichen" Randbedingungen in Erinnerung bleiben werden…

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Kurios wurde es bereits vor Spielbeginn: Die obligatorische Seitenwahl entfiel, entgegen der üblicherweise gültigen Handballregeln, wurde dem Gästetrainer ohne der festgelegten Wahl die Entscheidung Ball oder Seite überlassen. Sicher nicht spielentscheidend, jedoch leider nicht die letzte auffällige Entscheidung im Verlauf des Nachmittags. Nachdem die Schiedsrichter einigen Spielerinnen beider Mannschaften noch die Teilnahmeberechtigung am Spiel absprechen wollten, brauchte es die Erklärungen beider Trainer um dann doch noch in jeweils voller Mannschaftsstärke in die 50 Minuten starten zu können. Schade, dass diese ungewöhnlichen Geschehnisse bereits ihren Schatten auf die folgenden Minuten vorauswerfen sollten…

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Wir starteten etwas verhalten ins Spiel, standen aber zumindest in der Abwehr stabil. Die kuriose Regelauslegung ließ von Beginn an wenig Spielfluss aufkommen, Glauchau stellte sich besser auf die an diesem Tage gültigen Handballregeln ein und setzte sich Stück für Stück ab. Vom 2:2 nach gut fünf Minuten wuchs unser Rückstand nach etwa 20 torarmen Minuten auf 4:8 an. Mit technischen Fehlern im eigenen Angriffsspiel machten wir uns selbst das Leben schwer und hatten es in dieser Phase auch zwei starken 7-m-Paraden unserer Torhüterin zu verdanken, dass wir nicht noch weiter in Rückstand gerieten. Eine kuriose Zeitstrafe gegen die Bank sollte dann kurz vor der Halbzeit für unser Angriffsspiel einen wahren „Hallo-Wach-Effekt“ bewirken. Dank schöner Einzelaktionen gelangen noch drei weitere Treffer. Jedoch machte sich die personelle Unterlegenheit in der Abwehr bemerkbar und so ging es trotz der klaren Leistungssteigerung mit 7:10 in die Kabinen. Schade, dass man aufgrund der eigenen Fehler im ersten Spielabschnitt nicht vielleicht sogar mit einer durchaus möglichen Führung die Seiten wechselte…

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Nach Wiederbeginn zeigten die Thalheimerinnen ihr ganzes Können. Abwehr samt Torhüterin standen stabil und auch im Angriff wurden tolle Tore herausgespielt. Kämpferisch und auch spielerisch war man mit dem Favoriten in den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn nicht nur auf Augenhöhe, sondern klar die bessere Mannschaft auf dem Parkett. Nach etwa 35 Minuten gelang beim 11:11 erstmals wieder der vielumjubelte Ausgleich. Beide Mannschaften setzten spielerische Akzente und kämpften um jeden Ball. Nach zwischenzeitlichem Rückstand konnten wir nochmal zum 12:12 ausgleichen. In der Folge drängten sich aber erneut andere als die Spielerinnen in den Vordergrund des Geschehens. Eine Zeitstrafe und ein Strafwurf wurden gegen die Thalheimerinnen verhängt, das deutliche Übertreten bei der Ausführung des 7-m-Wurfs im Anschluss daran übersehen. Dass sich daraufhin ein wenig Unruhe auf unserer Bank breit machte, rechtfertigt die folgende Beleidigung eines Schiedsrichters gegenüber den Offiziellen in keinster Weise. Schade, dass die Prinzipien des Fair-Plays in diesem Moment erneut mit Füßen getreten wurden – die Unparteiischen wurden dem spannenden Spiel zwischen beiden Mannschaften damit in keinster Weise gerecht…

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Der Verlauf der letzten zehn Minuten ist schnell beschrieben, Glauchau nutzte die Überzahl um mit drei Toren in Führung zu gehen, die Moral der tapfer kämpfenden Thalheimerinnen war nun gebrochen. Es gelang nur noch ein Treffer zum zwischenzeitlichen 13:17 und am Ende leuchtete ein 13:20 von der Anzeigetafel. Schade, dass am Ende die Enttäuschung über das Zustandekommen der Niederlage gegenüber dem Stolz auf die eigene Leistung überwog…

Als Fazit bleibt, dass man den Vize-Bezirksmeister – Glückwunsch auch von dieser Stelle –zumindest über 40 Minuten vor große Probleme stellte. Dass die Mannschaft nach einem deutlichen Rückstand in Halbzeit eins nicht, wie in der Hinrunde noch das ein oder andere Mal geschehen, auseinanderfiel zeigt die positive Entwicklung in den vergangenen Monaten. Erst in den letzten zehn Minuten wuchs der Rückstand bedingt durch zwei Unterzahlsituationen noch an. Gegen den starken Gegner verkauften wir uns gut, es unterliefen einfach ein paar Fehler zu viel um am Ende auch mit Punkten belohnt zu werden. Ein Lob hat sich die Mannschaft für das couragierte Auftreten dennoch verdient – auch wenn man nach der Schlusssirene aufgrund der Begleitumstände doch vermehrt in ungläubige Gesichter bei Spielerinnen und Zuschauer blicken musste; schade eigentlich…

Nun steht noch das letzte Saisonspiel gegen den Bezirksmeister Zwönitzer HSV an. Glaubt man der Tabelle eine klare Sache – der Leistung gegen Glauchau nach zu urteilen machen wir uns aber definitiv nicht chancenlos auf die kurze Reise das Zwönitztal hinauf!

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