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Die Saison ist vorbei

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Heimsieg am seidenen Drahtseil

15. Dezember 2015 | Von | Kategorie: News

Das schon wieder letzte Hinrundenspiel der Saison ließ die Herren des SV Tanne in heimischer Halle auf die „altbekannte Wundertüte“ HC Einheit Plauen III treffen. Die Vogtländer halten sich seit einigen Saisons stets am oberen Tabellenende der 2. Bezirksklasse Chemnitz auf, sind personell recht ausgeglichen stark besetzt und fügten den späteren Staffelsiegern in heimischer Halle regelmäßig Punktverluste zu. Doch im Gegenzug  erlauben sich immer mal wieder überraschend behäbige Auftritte, die  sie vom Staffelsieg abhalten.
Spiele zwischen der Tanne und der Einheit wurden mit annähernd dem gleichen Personal schon mit knappen 40 bis reichlichen 70  geworfenen Toren geführt, das letzte Aufeinandertreffen am Ende der vergangenen Saison war beispielsweise ein ziemliches Scheibenschießen und ging deutlich zu Ungunsten der Thalheimer aus. Wie damals reiste Plauen wieder mit einem kleineren Kader an.

Da diesmal kein geschlossener Mannschaftskater von einer Spielerhochzeit über der gut gefüllten Thalheimer Bank hing, wollte man mit einer 5:1-Abwehr energisch gegen den Plauener Rückraum verteidigen was auch vorzüglich gelang: die ersten fünf Würfe der Gäste wurden allesamt Beute des Thalheimer Torhüters und ermöglichten einen geglückten Start.
Mit 4:0 ging Thalheim in Führung und hätte das mit etwas mehr Konzentrationsvermögen deutlich höher können, dann wurde der Spielverlauf  zunächst ausgeglichener. Aber auch die Gäste spielten heute mit der sprichwörtlichen angezogenen Handbremse und bekamen das Spiel nicht unter Kontrolle.  Von einem 8:7 erspielte sich Thalheim bis  zur Halbzeit allmählich einen 4-Tore-Vorsprung, Mit einem 15:11 ging es für die Tanne in die Kabine.

Halbzeit 2 begann wiederum vielversprechend für die Hausherren, beide Mannschaften hatten Ihre Formation leicht umgestellt, die Einheit lies nachwievor die letzte Konsequenz beim Torabschluss vermissen. Auch der zweite Tanne-Torhüter kam gut in die Partie und Gästetore blieben rar, um die 40. Minute hielt Thalheim einen 6-Tore-Vorsprung zum 18:12. Leider blieb alle Hoffnung auf eine kluge Verwaltung des Vorsprungs in den nächsten Zehn Minuten auf der Strecke.Den Thaheimer Offensivkräften gingen allmählich die Mittel aus und es häuften sich Abschlusspech, technische Fehler und unvorbereitete Einzelaktionen. Leider hat das Thalheimer Offensivspiel nicht beliebig viele Leistungsträger.
Einige unglückliche Aktionen luden die Vogtländer zum Kontern ein. Zehn Minuten später war der Vorsprung auf 18:17 zusammengeschmolzen. Was aus Thalheimer Sicht glücklicherweise bestehen blieb ist die Tatsache, dass auch die Plauener weiterhin zu viele Chancen liegen ließen und einfach keinen Gang hochschalten konnten.
Ein zähes Ringen um Zählbares spielte sich auf dem Parket ab, klassischerweise nicht schön aber unheimlich spannend, Thalheim könnte sich wieder zu einem Drei-Tore-Vorsprung (21:18) mühen, musste aber drei Minuten vor Spielende doch den Ausgleich zum 21:21 hinnehmen, im Angriff ging der Ball verloren, der erhoffte Heimsieg hing an einem sehr dünnen Faden, Plauen bekommt auf der Gegenseite einen Siebenmeter zugesprochen.
Dann rettete ein lange genug ungeschnittener Torhüterfußnagel haarscharf vor der Gästeführung von der Strafwurflinie, Thalheim erzielte noch ein letztes Tor zum 22:21 (leider weiß der Autor gerade nicht mehr, wer namentlich dieses Stück Energieleistung vollbracht hat) und hatte noch einmal immenses Glück des Tüchtigen dass der letzte Plauener Wurf nur die Querlatte traf. Schlußpfiff!

Der seidene Faden erwies sich am Ende doch als Drahtseil und die Grün-Weißen jubelten erleichtert mit Ihrem Heimpublikum. Die Tanne-Spieler können  sich erinnern, dass es im Vogtland auch schon zwei Spiele gleichermaßen knapp genau anders herum ausging, der Gerechtigkeit sei somit Genüge getan. Glücklicherweise erwischten bei Tanne-Torhüter heute einen Sahnetag und konnten ihre Mannschaft im so im Spiel halten, dass der HC Einheit lange Zeit nicht aufschloss und später auch  nie in Führung ging.

Die Thalheimer beenden die Hinrunde nun mit 12:8 Punkten auf einem fünften Platz, auf  dem sich nach unten weniger Luft befindet  als zur Tabellenspitze. Zwei Siege in Folge nach dem zwischenzeitlichen Herbstloch tun der Spielerseele gut. Es gilt die Konzentration hochzuhalten und den Trend der letzten beiden Partien am 16. Januar zum Rückrundenauftakt fortzusetzen. Vielleicht lässt sich ja der ein oder andere Aktive und Ehemalige zu einem illusteren Trainingsspielchen am Mittwoch zwischen den Feiertagen zur gewohnten Zeit in gewohntem Sportlerheim einfinden!

Böttcher, Uhlig – Voggenreiter 4, Otto, Kretzschmar, A. Müller 4/2, Neubert 2, Rößler 2, Heinze, Meischner 1, Nobis, Haehnel 5, Toth, S. Müller 2
MV: Leskovitz, Slomke
 

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