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Die Saison ist vorbei

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B-Movie mit glücklichem Ende vorgeführt

12. Oktober 2015 | Von | Kategorie: News

Nun also endlich, nach einmonatiger Verspätung, das Heimdebüt für unsere Herrenhandballer des SV Tanne in der vertrauten Burkhardtsdorfer Eurofoam-Arena! Es herrschte nicht wenig Vorfreude im Thalheimer Lager, nachdem  die erste Heimpartie wegen Nichtantritt der Gäste aus Werdau leider ausfallen musste.

In Empfang genommen wurde mit der SG 1899 Striegistal einer der diesjährigen Aufsteiger und damit ein dem SV Tanne bis dato völlig unbekannter Gegner, gegen den keiner der anwesenden Akteure in den letzten 20 Jahren schon einmal gespielt hätte. Thalheim hatte die deutlich breiter besetzte Bank, den Heimvorteil, und das noch recht wackelige Tabellenbild schrieb den Grün-Weißen ebebfalls die Favouritenrolle zu. Da konnte nicht viel schiefgehen, und prompt sollten auf dem Feld auch schon die Schwierigkeiten beginnen.

Thalheim legte einen klassischen Fehlstart hin und schloss seine ersten Angriffe zu schnell ab und produzierte eine Reihe Fehlabspiele. Die routinierten Striegistaler etwas älteren Semesters zogen ein gemächliches, aber sicheres Kombinationsspiel auf und schlossen deutlich öfter erfolgreich ab. Mit teils etwas unorthodoxen Würfen aus dem rechten Rückraum (ein Sprungwurf ging schon einmal von unten an das Kinn eines Abwehrspielers, den man in Tanne-Kreisen nun nicht ausgerechnet als Sprungwunder kennt)  taten sich Deckung und Torhüter dahinter besonders schwer. 

Beim Stand von 02:07 blieb es einem nur noch, sich in Geduld zu üben, so schnell würde man in der Partie nicht Herr der Lage werden. Es war irgendwie naheliegend, dass im Angriff auch mal etwas gelingen musste, denn auch ein SV Tanne  ist routiniert und eingespielt, doch so lang es eben nur dauern konnte, tat es das auch. Bis zum 10:10 arbeitete man sich wieder heran, ging jedoch nie in Führung, das ließ die Anzahl der unplatzierten Würfe, für die der Gästetorhüter auch oft den richtigen Riecher hatte, einfach nicht zu.

Kurz vor der Halbzeit erhielt einer der Rückraumakteure der Gäste eine direkte Rote Karte, was ihre Angriffseffektivität in Folge merklich dezimierte, für Thalheim aber immer noch nicht reichte, das Spiel zu drehen. Mit einem 14:14-Unentschieden ging es in Kabinen zum Nachjustieren der Feineinstellung.

Die zweite Halbzeit begann wie schon die erste: man handelte sich nach vorschnellen Abschlüssen und Fehlpässen drei schnelle Gegentreffer ein und quälte sich zurück auf Tuchfühlung. Dass man die breitere Bank hatte und in der Defensive frische Kräfte bringen konnte, drosselte die Zahl der Gegentreffer merklich. Um die 45. Minute erhielt ein weiterer Aktivposten im Spiel der Gäste die rote Karte nach der dritten Zeitstrafe, allmählich schwanden ihnen die Möglichkeiten und auch ihre Fehler- und Fehlwurfquote stieg zusehends. Beim 20:20 zogen die Hausherren erstmals Remis. Falk Haehnel sollte mit seinen Toren in dieser Phase zum Matchwinner für die Thalheimer werden. Ein Tanne-Spieler, der einen Ball frei vor dem gegnerischen Tor zu etwas Zählbarem wirft, muss heute einfach namentlich erwähnt werden.  Beim 22:21 herrschte noch immer Anspannung, erst in den allerletzten Minuten geläng die erlösende Zwei-Tore-Führung.

Die Tanne bot streckenweise Zombie-Handball vom Allerfeinsten. Der Gerechtigkeit waltende Handballgott schien aber bereits nach der Halbzeit angewidert die Halle verlassen zu haben und wollte von einer an und für sich nicht unverdienten Punkteteilung nichts wissen, somit gewann man eben mit +3 Toren und kann sich eine Menge Gedanken machen, wie man in 2 Wochen beim derzeit einzig ungeschlagenen Tabellenführer Clausnitz etwas Zählbares holen kann.

Schluss-Anekdote: Wer das Tanne-Spiel verpasst hat, der kann sich zum Vergleich noch Bewegtbilder des am selben Abend „zelebrierten“ Fußball-Länderspiels gegen Georgien anschauen und dazu die Presse studieren, da ereignete sich Ähnliches, die haben das einfach kopiert. Wehe den armen Tor, der sich beides angesehen hat.

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